Bestattung

Ursprungsgrabstätte Quo Vadis

Die Gesamtanlage der Quo Vadis Grabstätten beruht auf der Nutzungsübernahme und Pflege von Patenschaftsgräbern. Untenstehend können Sie den Grabstein der Patenschaftsgeber sehen. In den nächsten Jahrzehnten haben wir vom Verein Quo Vadis dafür sorgen können, dass fast 1000 Feuerbestattungen auf unseren Grabanlagen vorgenommen werden konnten. Wir sind zuversichtlich, dass wir diese vorteilhafte Angebot einer Urnenbestattung auch die nächsten 20 Jahre anbieten werden können. Die Grabnutzungszeit einer Urnenbestattung auf der Anlage Quo Vadis entspricht der der anderen Grabanlagen auf dem Ohlsdorfer Friedhof – 25 Jahre.

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Verabschiedung Peter Frankenfeld

Verabschiedung Peter Frankenfeld

Im Hamburger Abendblatt vom 5.1.2019, Seite 20 wird von dem hochbeliebten Moderator Peter Frankenfeld berichtet und seinem Sterbeprozeß. Der Artikel wurde verfaßt von seinem Sohn Thomas Frankenfeld, der zum Todeszeitpunkt -vor 40 Jahren- 27 Jahre alt war. Frankenfeld litt an einer heimtückischen Krankheit – einem Lungenemphysem. Das an sich ist schon eine schwere Beeinträchtigung, aber die Einschränkungen griffen auch auf den Herzmuskel über.  Im Herbst 1978 wurden die Schmerzen immer stärker, schreibt sein Sohn und ein viermonatiger Todeskampf im Krankenhaus schloss sich an.

Trauerfeier Peter Frankenfeld

4000 Gäste haben bei der Trauerfeier auf dem Wedler Friedhof das letzte Geleit gegeben. Der Autor schreibt, dass er unter starkem Medikamenten-Einfluß gestanden hätte, um seinen immensen Schmerz tragen zu können.  Es muß ein sehr gutes Vater-Sohn-Verhältnis bestanden haben.

„Ich stand im Schneegestöber am Grab, sah regungslos zu, wie der Sarg in die Grube gesenkt wurde, bekam von irgendwem eine Rose in die Hand gedrückt, küsste Sie uns warf sie auf den Sarg“.

Hier können Sie den gesamten Artikel im  Abendblatt nachlesen, link.

Bildrechte : Von Magnussen, Friedrich (1914-1987) – Stadtarchiv Kiel, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=70287487

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So sterben wir

So sterben wir

Der Autor Roland Schulz hat im Herbst 2018 ein Buch vorgelegt, dass sich mit der Sterbekultur in Europa und Deutschland beschäftigt.  Es gibt drei große Gliederungspunkte:

  1. Sterben -> 58 Seiten
  2. Tod -> 90 Seiten
  3. Trauer -> 41 Seiten

Ganz schön ungewöhnlich solche ungegliederten Besinnungsaufsätze, aber der Autor ist kein Wissenschaftler sondern Journalist. Im ersten Teil wird ausführlich geschildert, wie es um die Auseinandersetzung des Menschen mit seinem Tod bestellt ist. Viele trauen sich an das Thema nicht ran.  Zur guten Auswahl eines Bestatters schreibt der Autor Schulz auf Seite 27: „  Es ist wie immer im Leben, wenn es wichtig wird. Du suchst dir jemanden, dem du in die Augen blicken kannst und umgekehrt. Du suchst dir jemanden, der sein Geschäft versteht, aber nicht nur das Geschäft allein“.

Über eine Bestattungsvorsorge wirkt dein Wille über den eigenen Tod hinaus. Aber man sollte auch nicht zu viel regeln, bzw. auch noch Entscheidungsspielräume für die Trauernden bieten, weil die Trauerfeier wird nicht für den Verstorbenen primär gemacht, sondern für die Trauernden. (Seite 28).

Sterben entblößt sich, bis auf den Kern, bis allein bleibt, wie du wahrhaftig bist, abseits aller Rollen, ohne jede Maske.  Einige erschreckt das zutiefst. Andere fragen sich, warum ihnen das erst jetzt glückt“(Seite 33)

Wir werden über weitere Details aus dem Buch berichten, wenn eine komplette Zusammenfassung unseres Vereinsmitgliedes vorliegt.

Das Buch ist gebunden und kosten 20 Euro, inklusive eines echten Lesebändchens.

Der Journalist Roland Schulz gehört zu den Edelfedern in Deutschland und schreibt für die ZEIT und für die Süddeutsche Zeitung.

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Diebe auf Friedhöfen

Auch wenn man es kaum glaubt und es nur als widerlich bezeichnen kann:

Friedhöfe werden von Dieben ausgenutzt, um Beute zu machen.

Deswegen hübsch aufpassen. Wenn Sie auf den Friedhof gehen, nur mit wenig Bargeld und möglichst keinen Geldkarten.

Das Auto ist kein gutes Versteck bei Friedhofsbesuchen

Wenn auch vermeindlich klug gedacht: Das verstecken von Handtaschen unter dem Autositz hat sich in Diebeskreisen inzwischen auch rumgesprochen. Also keine gute Idee.

Wie reagiere ich, wenn ich auf dem Friedhof überfallen werde?

Wenn ein Räuber vor Ihnen steht und Geld haben will, so geben Sie ihm den 10 € Schein und sagen, dass sie mehr Geld leider nicht dabei hätten. Vielleicht will er noch das Smartphone, so sollte man sich nicht wehren und darauf vertrauen, dass er im Anschluß wegrennt.

Die Polizei findet Raub übrings gar nicht lustig und setzt dann schon nach um den Räuber zu ergreifen. Raub ist ein Verbrechen im Sinne des Strafgesetzbuches. Es gibt zumindest beim Ohlsdorfer Friedhof diverse Polizei-Notrufsäulen. Hier braucht man kein Smartphone um Hilfe zu rufen.  Oder Sie halten einfach den nächsten Autofahrer an und bitten die Polizei anzurufen.

Personal auf den Friedhöfen

Das Personal auf den Friedhöfen ist stark dezimiert worden.  In Notfällen kann man natürlich bei den diversen Friedhofsgärtnern klingeln, oder bei den Kapellen-Wärtern. Leider ist es auf dem Ohlsdorfer Friedhof so, dass die Kapellen-Wärter verschiedene Kapellen zu betreuen haben und nicht immer vor Ort sind. Außerdem sind verschiedene Kapellen auch ganz geschlossen, ohne das der Laie das erkennen kann.

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gemeinsame Gräber für Menschen und Tiere

Wie wir aus verlässlicher Quelle, vom Ohlsdorfer Friedhof selbst, erfahren haben, möchte der Ohlsdorfer Friedhof ab 2019 auf einem gesonderten Arreal, im sogenannten Linne-Teil auf einem abgegrenzten Grabfeld eine Möglichkeit eröffnen, dass neben den klassischen Beisetzungen von Menschen auch die Haustiere mitbestattet werden dürfen.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Bestattungs-Gesetz geändert wird. Herr Rehkopf bestätigte, dass eine Gesetzesänderung des Hamburger Bestattungsgesetzes auf den Weg in die Hamburger Bürgerschaft gebracht worden ist. Wenn alles glatt läuft, kann das Hamburger Bestattungsgesetz im Jahre 2018 geändert werden und dann dürfen auch Gräber für Mensch und Tier zusammen angeboten werden.

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Bestattung für Massenmörder?

In der FAZ ist ein interessanter Artikel erschienen über einen Aufruf der Londoner Imame, die den Terroristen eine ordnungsgemäße Bestattung verweigern wollen. 130 Imame haben sich dem Aufruf schon angeschlossen. Sie möchten damit gemeinsam ein Zeichen gegen den Terror setzen.

Wenn Sie diesem Link folgen, dann kommen Sie zu dem Originalbeitrag der FAZ, link.

In letzter Konsequenz muss natürlich eine Bestattung durchgeführt werden. Bin-Laden hat die US-Army beigesetzt von einem Flugzeugträger aus. Der Pariser Attentäter ist anonym beigesetzt worden.  Aber gerade und insbesondere für Muslime ist eine Verabschiedung mit allen Ehren ein wichtiges Übergangszeichen. Daher wird es vielleicht in Zukunft die idologisch verwirrten und verbrämten abhalten zum Massenmörder zu werden, weil sie eben gerade nicht im Namen Gottes, Allahs handeln.

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Friedhof Moorfleet

Friedhof Moorfleet

Der Friedhof Moorfleet grenzt direkt an die jahrhundertealte Kirche von Moorfleet an. So wie es früher üblich war, dass um die Kirche der Friedhof angelegt war.  Heute wird dieser Rest eines Dorf gefangen gehalten von der Autobahn südlich im Rücken und im Norden von den Ausläufern des industriellen Hafgengebiets. Immerhin die Kirche ist wunderschön und der Friedhof ist von den Bewohnern dort sehr geschätzt. Besonders überrascht waren wir von einem tönenden Grab, dass vermeindliche Orgeltöne von sich gab, wenn man sich dem Grab näherte. Mai 2017

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Lebensintensität

Im ZEIT Magazin vom 18. Mai 2017 wird die Schauspielerin Katherine Waterstan interviewt.

„Ich fühle mich verpflichtet, mein Leben auch für meine verstorbenen Freunde zu leben“

Ein ganz spannender Gedanke, der auf den eigenen Lebenszuschnitt hinweist und in welchem Lichte man sein Leben führen könnte und sollte. Waterstan berichtet von Freunden, die sehr früh gehen mußten. “ Der schlimmste reale Albtraum meines Lebens war der Verlust einiger enger Freunde, als ich noch sehr jung war… der Verlust schmerzt mich noch heute zu sehr. Freunde so jung zu verliegen war für mich etwas ganz anderes, als zum Beispiel der Tod meiner Großeltern zu erleben.“

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ewige Leben

Der hochberühmte katholische Theologe und Querdenker Eugen Drewermann schreibt über das „ewigen Leben“

Es ist nicht möglich, dass die Liebe atmen kann, wenn es nur das irdische Leben gibt:

die die Liebe lebt von der Freiheit, von der Eröffnung eines unendlichen Horizontes, von dem Wissen , um….

die Ewigkeit, die unendliche Größe des anderen, den man liebt. Die Liebe ist die stärkste Versicherung, dass es ein ewiges Leben gibt;

dass zur Menschlichkeit der Liebe, zum Wagnis der Freiheit, zur Fähigkeit, den anderen im Lichte Gottes wachsen zu lassen, das Vertrauen in die Unsterblichkeit, in die Ewigkeit des Lebens unbedingt gehört.

Posted by Holger Wende in Bestattung
Jüdischer Friedhof Altona

Jüdischer Friedhof Altona

Der älteste Friedhof von Hamburg ist der jüdische Friedhof in Hamburg Altona

Der jüdische Friedhof wurde von eingewanderten Juden aus Spanien gegründet und genutzt vom 17. Jahrhundert bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Gemäß der jüdischen Bestattungskultur, die ein mehrfaches Belegen eines Grabes verbietet, stößt so ein kleiner Friedhof schnell an seine Grenzen. Alle jüdischen Friedhöfe in aller Welt haben die Maßregel, dass die Grabsteine und Gräber auf „Ewig“ angelegt bleiben. Als der jüdische Friedhof in Hamburg Altona keinen Platz mehr hatte, wurde der neue jüdische Friedhof neben dem Ohlsdorfer Friedhof vis-a-vis in der Ilandkoppel angelegt. Der jüdische Friedhof in Altona ist eines Besuches auf jeden Fall wert, nur muss man die besonderen Öffnungszeiten beachten, die sich nach dem jüdischen Glauben richten und einen gänzlich anderen Wochenrhythmus haben, als der der Westeuropäer.

Einen schönen Bericht hat die Journalistin Eva Eusterhus geschrieben zu diesem Ort der Hamburger Tradition, link.

Wenn Sie hier klicken, können Sie den Veranstaltungsflyer aufrufen, leider nur in english. Ich habe schon selbst zwei Führungen auf dem Friedhof mitmachen dürfen, zum Tag des Denkmals und die Führung war für mich erst die wirkliche Erschließung der beiden jüdischen Kulturkreise, die die Friedhof 300 Jahre genutzt haben. Mit anderen Worten sollte man sich einer Führung anschließen, um den Bedeutungsgehalt der Grabsteine und die Bestattungstradition verstehen zu lernen.

Hier kommen Sie zur Website des Alten Jüdischen Friedhofes in Hamburg Altona, link.

Holger Wende

Trauerbegleiter

Posted by Holger Wende in Bestattung