Gedanken der Stille

Mitgliederversammlung Quo Vadis

Mitgliederversammlung Quo Vadis

Am 10.01.2019  findet  die Mitgliederversammlung von Quo Vadis e.V. statt, zu der fristgemäß geladen worden ist. Wir werde das positive Jahr 2018 betrachten und Pläne für die Zukunft in 2019 und den Folgejahren entwickeln. Die Grabanlage von Quo Vadis erfreuen sich in Hamburg zunehmender Beliebtheit!

Wir werden auch weiterhin dafür einstehen, dass eine Alternative geschaffen wird zu den anonymen Grabstätten in Hamburg. Wie wir dem Rechenschaftsbericht der Hamburger Friedhöfe entnehmen konnten, ist die Zahl der anonymen Beisetzungen in den letzten Jahren von über 30 % auf 21 % gesunken im Jahr 2017. 21 % heißt übersetzt aber immer noch, dass jeder fünfte Hamburger sich ohne Angehörige und ohne konkreten Trauerort beisetzen lässt.

Das Bild zeigt die Ursprungsanlage von Quo Vadis im Januar 2019.

Die Alternative zu anonymen Bestattungen in Hamburg

Quo Vadis berät sie gerne – einfach anrufen 040-24840213 oder eine Email schreiben an: info@quo-vadis-hamburg.de. Aufgrund der deutlich gestiegenen Nachfrage ist das Quo-Vadis-Telefon jetzt rund um die Uhr besetzt.

Bildrechte Quo Vadis eV, Januar 2019

Posted by Holger Wende in Gedanken der Stille
Kriesenbewältigung Trauerarbeit

Kriesenbewältigung Trauerarbeit

Die allseits bekannte Psychologin und Psychotherapeutin Prof. Verena Kast hat ein Buch geschrieben über Kriesenbewältigung in der Trauer.  Das Buch kostet als Taschenbuch 18 € bei AMAZON,link und ist im Mai 2017 erschienen.

Das Buch trägt den Untertitel: „Der Schöpferische Sprung“. Damit ist gemeint, dass man aus jeder Kriese auch Gewinn ziehen kann. Einige Menschen behaupten sogar, dass Kriesen dazu beitragen, dass ein gereifte Persönlichkeit entsteht. Wir zitieren aus dem Klappentext:

Dass die Bewältigung von Krisen mit positiven Veränderungen einhergehen kann und »posttraumatisches Wachstum« möglich ist, beschreibt die renommierte Jung’sche Analytikerin und Psychotherapeutin in einem neu hinzugefügten Kapitel. Ein Klassiker, der sowohl Fachleuten als auch Betroffenen und ihren Angehörigen wichtige Hinweise zum Umgang mit Krisen gibt“

„Bücher von Verena Kast sind immer ein Zugewinn für die Trauerarbeit„, so Holger Wende, langjährig erfahrener Trauerbegleiter. „Wenn man Prof Kast reden hört, dann kann man sofort erspüren, dass sie aus einer Jahrzehnte langen Erfahrung als Therapeutin und Dozentin spricht. Eine feinstoffliche Dimension, die die Seelen-Querlagen erspürt, wird von ihrem analytischen Blick erfasst und ein Angebot erstellt ein emotionales, seelisches Korrektiv zu entwickeln, um die gefühlte Ungleichgewichtigkeit des Lebenspendels zurückzubringen in den Gleichgewichts-Raum.

„Dass Verlustprozesse und Trauerprozesse einen aus der Bahn werfen ist ein absolut normales Phänomen, dass keinen Krankheitswert aufweist“ attestierte die Leiterin eines großen ambulanten Hospizdienstes in Hamburg Anfang 2019. „Trauer ist kein Krankheit, sondern Normalität.“

Verena Kast spricht von „Neuverortung des Seins“ und „Reorganistaion des Selbst“, die notwendig wird, wenn ein wichtiger, oder auch gefühlt essentieller Anknüpfungspunkt des Lebens, sprich Lebenspartner,  abberufen wird.

Posted by Holger Wende in Gedanken der Stille
the end

the end

Der Berliner Bestatter Eric Wrede hat ein insight Buch geschrieben über moderne Formen von Bestattungen.  Sein Buch trägt den Titel:

The End – Das Buch vom Tod

Das spannende an dem Menschen ist, dass er aus einer Manager Position in der Musik-Branche zum Bestatter aus Herzensüberzeugung sich gewandelt hat. Sehr spannend an seinem Ansatz ist, dass es ihm wichtig ist, vor dem eigenen Tod sich über die Regelung des Todes im Wege einer Bestattungsvorsorge auseinanderzusetzen und einen Vertrag dazu, der gemeinhin Bestattungsvorsorgevertrag genannt wird, aufzusetzen. Er hat eine Sterbegeldversicherung für 10.000 gezeichnet, weil er zu recht denkt, dass davon nicht nur die Bestattungskosten bezahlt werden müssen, sondern auch noch weiterlaufende Rechnungen, wie sein Mietvertrag. “ Ich möchte niemanden nach meinem Tod zur Last fallen. Da sind dann 10.000 € schnell weg.“

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Euch zum Geleit

Euch zum Geleit

Eine gute Freundin hat uns folgende Musikempfehlung übermittelt:  Die Gruppe heißt Schandmaul. Der Titel des bewegenden Songs heißt

Euch zum Geleit

„In eurem Herzen lebe ich weiter – euch zum Geleit“ Wollt ihr mich sehen, so schließt die Augen. Wollt ihr mich hören, so lauscht dem Wind. Wollt ihr mich sehen, so schaut in die Sterne.“

Der Song ist wunderbar für moderne aktuelle Trauerfeiern geeignet.

By the way:  Auf Trauerfeiern kannst du den Bestatter auffordern jedes Lied zu spielen, was du möchtest.   Es gibt diesbezüglich keine Begrenzungen.  Wenn ein Bestatter vorgibt, dass er das Lied xyz nicht spielen kann, so ist das eine falsche Schutzbehauptung. Alle Bestatter die im BdB ( Bundesverband der Bestatter)  organisiert sind, haben eine Abrede mit der GEMA, die es ihnen erlaubt auf Trauerfeiern alle Musik aller Künstler dieser Welt zu spielen.  Deswegen ist es gut einen Qualitäts-Bestatter zu beauftragen, die im BdB Mitglied sind. Ein QualitätsBestatter ist zum Beispiel die Firma Otto Musfeldt in Eidelstedt. . Hier weiterlesen.

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Trauerhaltestelle

Trauerhaltestelle

In Hamburg wird eine Trauerhaltestelle gebaut. Das ist ein Projekt des Bundesverbandes der Bestatter in Zusammenarbeit mit zweier Architektinnen. Wir haben die Trauerhaltestelle schon in live auf der Bestatter-Messe in Düsseldorf im Mai 2018 gesehen. Sie ist ein Meditationsort zur Trauer. Schon mal ein guter Ansatz. Ob die Trauerhaltestelle genauso wirkmächtig ist, wie der Skulpturengarten zur Trauer auf dem Wiener Zentralfriedhof muss sich erweisen. Wir werden weiter berichten, wenn die Trauerhaltestelle bis zum Jahresende hoffentlich fertig errichtet ist.

Wir zitieren aus der Internetseite des Kuratorium der Deutschen Bestattungskultur

"Kuratorium Deutsche Bestattungskultur fördert Erinnerungskultur im öffentlichen Raum

In einer sich wandelnden Trauerkultur wächst der Wunsch nach neuen Formen der Trauer und des Gedenkens. Die öffentliche und auch die individuelle Trauer verändern sich und tragen den Entwicklungen einer interkulturellen Gesellschaft Rechnung. „Die Trauerhaltestelle“, konzipiert von den Architektinnen Solveig Schacht und Mareile Höring, ist ein Beispiel für die Umsetzung dieses Gedankens im öffentlichen Raum. Initiiert hat das Projekt Oliver Wirthmann, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur.

Konfessionsübergreifender Trauerort

Die Trauerhaltestelle ist für den Stadtraum, den Friedhof oder in die freie Natur geeignet. Sie misst ca. 5x9 Meter, spielt mit Lichteinfällen und thematisiert Vergänglichkeit, indem die Trauernden Inschriften hinterlassen können, die witterungsbedingt wieder verschwinden. So bietet die Trauerhaltestelle einen konfessionslosen Ort zum Trauern, Erinnern und Innehalten, in Stille aber auch in Gemeinsamkeit.

In Zeiten einer zunehmenden und fragwürdigen Entsorgungsmentalität versteht sich das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur als Förderin, Hüterin und Begleiterin einer würdigen und auch modernen Zeiten angemessenen Sepulkralkultur. Wie eine Gesellschaft mit Sterben, Tod und Trauer umgeht, spiegelt ihr Menschenbild, ihre Werte und ihr Selbstverständnis. Der Beginn menschlicher Kultur ist dort zu finden, wo Menschen vor Urzeiten begonnen haben, ihre verstorbenen Angehörigen zu bestatten, zu betrauern und nicht einfach auf freiem Felde liegen zu lassen. Abschiedsrituale, Trauerfeiern, Trauermusik und Bestattungszeremonien sind also ein wichtiger Teil unserer Kultur."

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Skulpturen

Skulpturen

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Katakomben Paris als Kino

Katakomben Paris als Kino

Die Pariser Katakomben sind sagenumwoben. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ geschrieben hat im April 2018, wurde neben den unterirdischen Leichenkammern in Paris ein illegales Untergrund-Kino entdeckt. Hier können Sie den Original-Beitrag aufklicken.

Zitat Süddeutsche Zeitung: „Das mittlerweile zur Touristenattraktion avancierte Mausoleum entstand aus der Not: Paris liegt zu großen Teilen über ehemaligen Steinbrüchen, in denen der weiße Kalkstein für die typischen Pariser Häuser seit jeher abgebaut wurde. 1772 sackten erste Straßenzüge ab, die unterirdischen, meist nicht kartografierten Gewölbe hielten dem Gebäudedruck nicht mehr stand. Zudem waren durch die schneller wachsende Bevölkerung alle Friedhöfe zum Bersten voll. So drückten die Leichenmassen im Cimetière des Innocents im 1. Arrondissement eine anliegende Kellermauer ein. Etwa zwei Millionen Verstorbene waren dort begraben.“

Die Lösung der überfüllten Friedhöfe war, dass man diese auflöste und 6 Millionen Knochen in den Katakomben Untergrund verbannte.  Touristen finden diesen Ort immer noch spannend.  Bekanntlicher weise werden die Knochen auch die nächsten 1000 Jahre dort verbleiben, weil sie den Vergänglichkeitsprozessen nicht unterworfen sind.

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Röse Themengrabstätte

Röse Themengrabstätte

Die Röse ist ein Steinhügel-Grab, dass vor allen Dingen in nordischen Ländern, wie Dänemark verbreitet ist. Selbstverständlich  könnte man eine Röse als Bestattungs-Form auf einem Friedhof des 21. Jahrunderts auch neu gründen. Zumindest haben wir innerhalb des Vereins Quo Vadis eV darüber nachgedacht bei der Besprechung mit einem Steinmetz. Es wurde eingehend diskutiert, wie die Stelen für die neuen Quo Vadis Anlagen aussehen könnten.  Wir haben uns dann aber geeinigt, um die Homogenität und Einheit der Grabstätte fortzuführen, dass wir für die Namens-Stelen weiter die mächtigen Granitsteine nehmen.

Quo Vadis im April 2018

 

Wikipedia schreibt zum Thema

Röse als Begräbniss-Stätte aus historischer normannischer Sicht:

Die Röse (Plur. Röser, dänisch Gravrøserschwedisch Gravröser oder Rojnorwegisch Gravrøyser oder Åsrøysene) ist ein Steinhügelgrab der nordischen Bronze-Eisen- und Wikingerzeit. Die in der Regel runden, selten ovalen und quadratischen oder sehr selten schiffsförmigen Hügel enthielten in Schweden und Dänemark zumeist Steinkisten und wurden für Nachbestattungen teilweise erweitert und erhöht. Ihre heute oft nicht mehr vorhandenen Einfassungen aus Randsteinen bestanden aus Steinblöcken oder Trockenmauerwerk.

Bildrechte Von Jürgen Howaldt – Selbst fotografiert, CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=353324

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Weltreisebestattung

Ein Berliner Vermittlungsportal für Bestattungen hat eine neue Art erfunden, wie man den Menschen das Geld aus der Tasche ziehen kann:

Die Weltreisebestattung

Die Idee ist die Totenasche um die Erde reisen zu lassen und an den Orten, die vorher festgelegt worden sind, jeweils Bilder mit der Totenasche zu machen. Dazu gibt es verschiedene Stationen der Weltreise.

Aus DEUTSCHER juristischer Sicht handelt sich um einen Verstoß gegen das Strafrecht:  Störung der Totenruhe, § 168 StGB iVm mit der Beisetzungspflicht, die in vielen Bundesländern in den jeweiligen Bestattungsgesetzen auf eine Woche oder sogar nur Tage festgelegt ist.

§ 168 STGB Störung der Totenruhe

(1) Wer unbefugt aus dem Gewahrsam des Berechtigten den Körper oder Teile des Körpers eines verstorbenen Menschen, eine tote Leibesfrucht, Teile einer solchen oder die Asche eines verstorbenen Menschen wegnimmt oder wer daran beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Aufbahrungsstätte, Beisetzungsstätte oder öffentliche Totengedenkstätte zerstört oder beschädigt oder wer dort beschimpfenden Unfug verübt.

(3) Der Versuch ist strafbar.

Die Anbieter schreiben auf ihrer Webseite:

„Die Weltreise-Bestattung ist ab 3.700 EUR (inkl. MwSt., zzgl. Beisetzungsgebühren) buchbar. Der Preis einer Weltreise-Bestattung berechnet sich aus der Anzahl der Reiseziele und deren Entfernung. Sowohl die Umsetzbarkeit als auch der Preis werden abhängig von den Reisezielen geprüft und anschließend transparent kommuniziert.“

Das tolle an dem Angebot ist, dass nach der Weltreise die Urne in Deutschland selbstverständlich noch beisetzungspflichtig ist, dass heißt nochmals weit mehr als 1000 € kommen an Friedhofsgebühren noch dazu…

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Vortrag des NABU beim FoF

Vortrag des NABU beim FoF

Einen interessanten Vortrag hat der Naturschutzbund , kurz NABU gehalten vor der Mitgliederhauptversammlung des Friedhof-Förder-Vereins Ohlsdorf.  Es wurde ausführlich berichtet von der Biologin über die verschiedenen Fledermausarten, die verschiedenen Libellenarten und die Schmetterlingsarten, die sich alle auf dem Ohlsdorfer Friedhof tummeln.  Auch soll es Füchse geben und viele Katzen, die von Jägern erlegt werden, weil sie sonst zu viele werden. Ich hab noch nie eine Katze auf dem Friedhof gesehen.  Wildkatzen würden das Biotop doch bereichern. Auch soll es ausgewachsene Rehe geben in den Wäldern und Auen des Ohlsdofer Friedhofes.  Was mir auch neu war, dass es einen Schmetterling gibt, der 12 Monate überleben kann, und auch im Winter unterwegs ist.  Die Cordeshalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, dass heißt ca 60 Gäste.  Sehr schön auch die Bilder von den Uhus und den Bussarden.  Leider wurde über die Säugetiere nichts berichtet.  Die Biologin hat sich auf die Tierwelt kapriziert und nicht auf die Pflanzenwelt, die sicherlich, zumindest stellenweise, auch bemerkenswert ist. Bemerkenswert heißt, dass es Pflanzenarten gibt, die schon fast ausgestorben sind.  Die Schildkröten, die sich in den Teichen finden sind ausgesetzte Findlinge, die von ihren Eigentümern illegal in dem Habitat ausgesetzt worden sind.  Im Brahfelder See soll sogar ein 60 cm Exemplar gelebt haben.  Die Schildkröten überwintern, in dem sie sich im Herbst eingraben und so vor dem Frost schützen.

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