Trauerarbeit

Orte für die eigene Trauerarbeit

  1. die richtige Grabwahl in Hamburg

Wer einen Ort sucht für sein Gedenken und einen Ruheort für einen Verstorbenen sollte die Wahl gut überdenken. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass Trauorte sehr wichtig sind für die Trauerprozesse. Deswegen empfehlen wir immer konkrete Trauerorte. Der Verein Quo Vadis bietet und vermittelt solche Grabanlagen. Dass diese sehr aktiv genutzt werden, können wir an den brennenden roten Kerzen sehen, auch bei den Anlagen, die schon viele Jahre für Neubelegungen geschlossen sind. Selbstverständlich können Sie dort ihren Gefühlen Ausdruck verleihen und mit den Verstorbenen reden, weinen, in Dialog mit dem Toten gehen. Das hat keinerlei befremdliche Untertöne. Der Friedhof ist ein Ort der Trauernden und kein Spielplatz für Jogger, Skateboardfahrer und Vogelfreunden.

Die Trauerarbeit findet also am konkreten Grab statt. Wir wissen von Trauernden, die jeden Tag zum Grab kommen und dort in der Zwiesprache mit den Toten Trost finden.

2. Trauerbewältigung in Trauergruppen und Trauercafes in Hamburg

Um weitere Hilfestellung bei Trauerprozessen zu geben, kann man sich an Trauercafes wenden, oder an angeleitete Trauergruppen. Anbieter von Trauergruppen sind:

  1. Institut für Trauerarbeit e.V., ITA, Hamburg, link.
  2. Verwaiste Eltern Hamburg e.V., wenn es um Kinder geht, link.
  3. Charon, eine staatlich finanzierte Trauergebleiter-Einrichtung, link.
  4. gute Bestattungshäuser in Hamburg, die Trauerbegleitung kostenlos anbieten, oder gegen einen Kostenbeitrag. Zu nennen wären Otto Musfeldt GmbH, link; GBI Hamburg, link. (Sicherlich bieten auch weitere Bestattungshäuser in Hamburg Trauerbegleitung an – bitte erkundigen Sie sich selbst nach deren Angeboten. Durchaus nicht selbstverständlich sind qualifizierte Trauerbegleitungsangebote von Bestattungshäusern. Viele haben dazu keine personellen Ressourcen. Andere bieten Trauerbegleitung gegen Extrakosten an.)
  5. katholisches Trauerzentrum St Thomas Morus, Hamburg, link.

Trauercafes:

  1. in Hamburg Harbung werden gute Trauercafes ausgerichtet von dem dortigen Hospizverein Hamburger Süden eV, link.
  2. im Osten von Hamburg, in Reinbek hat sich ein sehr gut angenommenes Trauercafe entwickelt, hier klicken, im Jürgen-Rickertsen-Haus. Getragen wird das Trauercafe von Ambulanten Hospizdienst Reinbek e.V., des Ambulanten Hospizdienst Bergedorf
  3. in Hamburg Niendorf wird von der Gemeinde ein Trauercafe auf dem neuen Friedhof in Niendorf angeboten. Ev. Kirchengemeinde Niendorf, Telefon: 040/ 32 09 18 68  mehr Infos: Website Trauercafe
  4. der Hospizdienst “Alten Eichen” bietet ein Trauercafe Sonntags an in Hamburg Stellingen.

Worin unterscheiden sich Trauergruppen und Trauercafes?

Der Unterschied zwischen Trauergruppen und Trauercafes besteht darin, dass in Trauergruppen, unter fachlicher Anleitung, über konkrete Themen des Abschieds, der Leere und des Verlusts gesprochen wird. Es wird in kleinen Gruppen geschaut und nachgedacht mit einem konkreten Ziel:, “dass die Menschen einen akzeptierenden Umgang mit dem Tod des Nächsten finden” so der Trauerbegleiter H Wende.

Bei Trauercafes ist der Begegungscharakter stärker. Es treffen sich Gleichbetroffene zum geselligen Beisammensein. Die konkreten Impulse zur Trauerarbeit sind eher von untergeordneter Bedeutung.

Bildrechte pixabay CC bernswaelz

 

Posted by Holger Wende

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