Grabsteine ungewöhnlich

“Game Over”  heißt das neue Buch über ungewöhnliche Grabsteine.

Die Soziologen Benkel und Meitzel sammelten interessante Inschriften von Grabsteinen.

Das 240seitige Taschenbuch kostet 8,99 € und kann über den Buchhandel bezogen werden.

»Game over« auf dem Friedhof – Teil 2 der »Ungewöhnlichen Grabsteine«

Wir zitieren von der Verlagsseite Kiepenheuer und Witsch:

“Die Reise zu den ungewöhnlichsten Grabsteinen geht weiter! Nach »Gestatten Sie, dass ich liegen bleibe« legen Thorsten Benkel und Matthias Meitzler nun Band 2 ihrer Sammlung amüsanter, erschreckender, mysteriöser, rührender oder schlichtweg verblüffender Gräber vor – ausgewählt auf über 900 Friedhöfen, die die Autoren besucht haben. Staunen Sie darüber, wie man einen gekonnten Abgang hinlegt (Ich bin dann mal weg) und wo die Grenzen der Zuneigung verlaufen (Kein Geld, keine Liebe). Es wird deutlich, dass man manchen Familienmitgliedern einfach nicht entkommen kann (Schatz, anbei dein Schwiegervater), wie ungewöhnlich Liebkosungen sein können (Hier liegt meine Dicke) und dass der Tod offenbar nicht immer zu früh zuschlägt (Endlich!). Außerdem ist auch diesmal alles im Angebot, was man auf dem Totenacker heutzutage erwarten kann: Bratpfanne, Schwebebahn, DJ-Pult, Affen, Ratten, Krümelmonster, Cannabis-Pflanzen und Handschellen. Von wegen »Ort der Stille«!”

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Das erste Buch über Grabsteine, dass die beiden Autoren geschrieben haben heißt:

“Gestatten, dass ich liegen bleibe”

Wir zitieren gerne von der Verlagsseite Kiepenheuer + Witsch:

Der Friedhof – hier tobt das Leben

Thorsten Benkel und Matthias Meitzler haben über 500 Friedhöfe im deutschsprachigen Raum besucht – und die beiden Soziologen staunen noch immer über ergreifende, humorvolle, überraschende und rätselhafte Gräber und Inschriften. Die eindrucksvollsten von nahezu 30.000 Fotos präsentieren sie in diesem Buch. Sie zeigen, wie Menschen mit dem Verlust umgehen (»Lach doch mal«), wie Beziehungsverhältnisse reflektiert werden (»Mit dir zu leben war nicht leicht, doch ohne dich ist’s noch viel schwerer«), was den Verstorbenen wichtig war (»Nicht das Licht auslöschen«), wie ihre Hobbys ihr Lebensende prägten (»Dein letztes Match hast du verloren«), welche Charakterzüge sie hatten (»Es Lebbe geht weiter«) und welche Verdienste ihnen zugeschrieben werden (»Er war guter Eltern Sohn«). Und wer würde mit Skiern, Raumschiffen, Skateboards, Handys, Panzern, Aschenbechern, Computermäusen und Comicfiguren als Grabsteinmotive rechnen?

Benkel und Meitzler zeigen: Der »Totenacker« ist von der Individualisierung eingeholt worden. Manche Lebensbilanz fällt ernüchternd aus (»Alles Scheiße«), manche ist ironisch (»Nur tiefergelegt«), mancher Nachruf bringt den Betrachter ins Grübeln (»Der Tag ist gerettet«), und auch die Gewissheit, dass es kein Wiedersehen gibt (»Das war alles«), ist kein seltenes Bekenntnis mehr. Was aber will die Grabinschrift »Lasst uns die nächste Revolution in einem August beginnen« besagen?

Der Spiegel über die Feldforschung der Autoren: „Der Friedhof von heute hat etwas von Facebook; der Grabstein als letztes Profil, für Jahrzehnte in Stein gemeißelt.“

Posted by Holger Wende