Friedhofsumnutzung Ohlsdorfer Friedhof

In einem ausführlichen Bericht des Hamburger Abendblatts vom 8.6.2017 wird die Position des Ohlsdorfer Friedhofes dargestellt. Der Friedhof behauptet, dass die Anzahl der Bestattungen dramatisch zurück gegangen sei. In Wirklichkeit ist die Anzahl der Bestattungen die letzten 20 Jahre nicht zurück gegangen. Zurück gegangen ist die Anzahl der Trauerfeiern in Hamburg.

Die Strategie-Abteilung des Ohlsdorfer Friedhofs hat sich verschiedene Ideen ausgedacht, wie die nicht mehr für die Friedhofsöffentlichkeit zur Verfügung stehenden Kapellen genutzt werden sollen. In einer soll ein Kunstprojekt stattfinden. Für die arme Kapelle 6 wird angeprüft, ob dort ein Kindergarten einziehen könne.

Der SPD Abgeordnete Rösler möchte eine sinnvolle Nutzung der Friedhofsflächen und möchte keine Umwidmung von Friedhofsflächen für die Nutzung als Wohnraum.

Der Friedhof Ohlsdorf unterstreicht mit dieser Entwicklung seinen Park-Charakter. Faktisch könnte man den verschiedenen Vermarktungs- und Vermietungsideen antworten:

Ein Friedhof ist ein Friedhof, ist ein Friedhof und wird ein Friedhof bleiben. Ein Friedhof ist ein Ruheort für die Verstorbenen und ein Ort des Andenkens für die Hinterbliebenen, die für richtig viel Geld sich die Grabnutzungszeit erkauft haben und einen Anspruch haben, dass dieser Trauerort im Grundcharakter als solcher auch erhalten bleibt.

Posted by Holger Wende