Friedhof Ohlsdorf Hamburg

Der Ohlsdorfer Friedhof ist der größte Parkfriedhof der Welt

Aufgrund der Größe des Friedhofes durchziehen diesen eine Reihe von öffentlichen Straßen, die sogar mit dem Auto befahren werden dürfen. Auch zwei Buslinien bringen die Trauernden zu ihren Gräbern.Der Ohlsdorfer Friedhof hat eine Facebookgruppe, hier klicken.  Hier klicken und einen Beirag vom NDR lesen zum Ohlsdorfer Friedhof, der 1877 gegründet sein 140-jähriges Bestehen feiert. Auf 400 Hektar breitet sich die Grünfläche im Hamburger Norden aus – deutliche größer als die Hamburger Außenalster.  Hier kommen Sie zur Webseite des Ohlsdorfer Friedhofes, link. Es gibt 13 Kapellen auf dem Ohlsdorfer Friedhof, davon ist Kapelle fünf abgebrannt und nicht ersetzt worden. Aufgrund der Einsparungsmaßnahmen auf dem Ohlsdorfer Friedhof sind nicht mehr alle Kapellen für den ursprünglichen Zweck, einen Schutzraum für Trauerfeiern zu bieten, geöffnet. Der Betrieb der Kapellen kostet viele Geld, nicht nur im Unterhalt derselben, sondern auch in personeller Hinsicht. Früher war ein Kapellenbediensteter für eine Kapelle und das umliegende Friedhofsgelände verantwortlich.

Quo Vadis Grabstätten und der Ohlsdorfer Friedhof Hamburg

Wir als Verein sind dem Ohlsdorfer Friedhof zu großem Dank verpflichtet, dass er unser Anliegen und unsere Grabstätten immer mit Wohlwollen bedacht hat und das Projekt unterstützt hat, weil beide Organisationen an dem Schutz der alten Grabmale und einer lebendigen Bestattungskultur interessiert sind.

Spannungsfeld der Neuausrichtung des Friedhofes Ohlsdorf

Leider hat sich die Flächenbedarfsrechnung von vor 100 Jahren auf dem Ohlsdorfer Friedhofes ausschließlich an den Sterbezahlen der damaligen Zeit orientiert, deutlich mehr als heute, und mit der Hypothese, dass weiterhin alle Nutzer der Gräber sich für Erdbestattungen entscheiden würden. So wuchs der Friedhof auf das heutige Ausmaß. Völlig ohne jede Wahrhaftigkeit ist das Gerücht, dass auf dem Ohlsdorfer Friedhof kein Platz mehr wäre – das blanke Gegenteil ist der Fall. 3/4 der Friedhofsfläche müssen mittelfristig umgenutzt werden, weil sie nicht mehr mit Gräbern belegt werden können. Das liegt großteils an dem dramatischen Anstieg der Feuerbestattungen, die im Jahre 2016 einen Anteil von 80 % erreicht hat. Leicht ableitbar ist, dass der Flächenbedarf eines Urnengrabes nur einen Bruchteil eines Erdgrabes entspricht. Die erweiterte Argumentation des Friedhofes ist die Park Umwidmung. Durch diesen klugen Schachzug kann der Friedhof seine Mauern in den Grenzen des Jetzt behalten, kann den Titel als größter Friedhof behalten und muss einzig konzedieren, dass die Freizeitsportler, in grellen Jogginghosen, lauten Skateboards und klappernden Roller-Blades durch die Straßenanlagen des Friedhofes ziehen.

Mausoleen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

21 Mausoleen sind auf dem Ohlsdorfer Friedhof zu finden. Mausoleen sind Totenhäuser reicher Familie, die ein eigenes, nicht öffentliches, Gedächtnishaus für die Toten ihrer Familie geschaffen haben. Auch im 21. Jahrhundert werden neue Mausoleen von reichen Hamburgern auf dem Ohlsdorfer Friedhof gebaut. Warum die Baugenehmigung ausgerechnet auf einer Verkehrsinsel erteilt wurde, bleibt ein wenig schleierhaft. Unten stehend sehen Sie das “Riedemannsche Mausoleum”, dass auf einem kleinen Hügel thront. Dieses Mausoleum ist auch für Quo Vadis ein spannender Bezug, denn es bildet den Abschluss des “anonymen Grabfeldes” mit über 10.000 beigesetzten Hamburgern, die namenlos auf der großen Wiese sich für eine Feuerbestattung entschieden haben. Eine Reihe der Mausoleen können weder von den Familien erhalten werden, noch kann der Ohlsdorfer Friedhof sie renovieren, da sie in Privatbesitz sind. An vielen Stellen bröckelt nicht nur der Putz. Schön wäre es für die Friedhofskultur an-sich und für die Ohlsdorfer Totenkultur, wenn alle Mausoleen weiter von dem Totenprunk der reichen Schifffahrtsfamilien und Industriellen des 19. Jahrhunderts und beginnenden 20. Jahrhunderts erzählen würden.

 Bildrechte: Von NordNordWest – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16733987

neue Bestattungshäuser auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Der Ohlsdorfer Friedhof hat sich von der Bestattungskultur in Südeuropa bereichern lassen und Kolumbarien errichtet. Kolumbarien sind oberidische Bestattungshäuser für Urnen, sprich Feuerbestattungen. Es gibt eine Reihe von Kolumbarien auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Eines im neuen Bestattungsforum im Keller, eines in einer ehemaligen Kapellen, ebendort. Die Bevölkerung von Hamburg nimmt die Kolumbarien sehr gut an. Viele dieser Räume sind schon ausgebucht. Auch hier können wir einen Aufbruch der Traditionen verzeichnen, oder positiv formuliert eine Erweiterung der Begräbnisstätten.

Vorträge auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Anlässlich dieses Jubiläums gibt es auch ein hübsches Vortragsprogramm – hier klicken

Auch interessante Vorträge macht der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof eV. Bei diesem Förderkreis können Sie auch individuelle Führungen buchen:

Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V.

Neben öffentlichen Führungen bietet der Förderkreis auch individuelle Gruppenführungen an, zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Kosten: Erwachsenen 5 EUR und Kinder 2,50 EUR

Gern erteilt Ihnen Frau Gabriele von Knobloch Auskunft und vereinbart mit Ihnen einen Termin.

Telefon: 040 / 538 27 45

E-Mail: g.v.knobloch(bei)gmx.net

Internet: www.fof-ohlsdorf.de

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Sonntag, 26. März 2017, 15.00 Uhr

“Friedhofsentwicklung in Deutschland”
Jan Gawryluk, ehem. Friedhofsleiter in Ohlsdorf und 2. Vorsitzender des Förderkreises

Die Individualisierung unserer Gesellschafgt beeinflusst in erheblichem Maße auch unsere Bestattungskultur. Es soll versucht werden, einen Überblick über den derzeitigen Stand der Veränderungen – soweit erkennbar – zu geben. Dabei sollen zugleich die Grenzen und Möglichkeiten der Friedhofsbetreiber aufgezeigt werden.

Anschließend folgt die Mitgliederversammlung des Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e. V., zu der Gäste willkommen sind.

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Die Vorträge finden in der Cordes-Halle des Bestattungsforums beim Schumacher-Krematorium auf dem Ohlsdorfer Friedhof statt.
Der Veranstaltungsort ist sowohl von der Fuhlsbüttler Straße 758 (bei der Bahnbrücke) als auch vom Friedhof aus zu erreichen.

Der Eintritt ist frei.

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Führungen im Sommerhalbjahr 2017

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Sonntag, 7. Mai 2017, 10.30 Uhr

„Letzter Hafen Hamburg“

Der Hafen prägt seit Jahrhunderten das Gesicht der Stadt. Auf dem
Friedhof haben bekannte Reeder, Hafenbaudirektoren, Kapitäne, Überseekaufleute und Werftbesitzer, aber auch Opfer von
Schiffsuntergängen und Unglücksfällen ihren „letzten Hafen“ gefunden. Das Schiff ist auch als beliebtes Motiv auf vielen Grabmalen dargestellt. Eine Spurensuche „Ohlsdorf maritim“.

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Sonntag, 28. Mai 2017, 10.30 Uhr

„Rhododendronblüte“

Die Blütenpracht der Rhododendren auf dem weltgrößten Parkfriedhof ist jedes Jahr wieder ein beeindruckendes Ereignis. Ziel der Führung sind Gräber bekannter Persönlichkeiten aus Geschichte, Politik oder Kultur und eindrucksvolle Grabanlagen.

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Sonntag, 18. Juni 2017, 10.30 Uhr

„Langer Tag der StadtNatur“

Das „grüne Gesamtkunstwerk“ des größten Parkfriedhofs der Welt steht im Mittelpunkt. 36.000 Bäume und 450 Arten an Laub- und Nadelgehölzen bilden eine grüne Lunge mitten in der Stadt. Auf dieser eher baumkundlichen Führung stellen wir die Gehölzvielfalt vor und machen auf botanische Besonderheiten aufmerksam.

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Sonnabend, 1. Juli 2017, 15.00 Uhr

„Geburtstagsspaziergang“

Der Friedhof wird heute 140 Jahre alt. Wir zeigen die „Friedhofs-und Bestattungskultur im Wandel der Zeiten“, zumal 2017 auch an 125 Jahre Feuerbestattung und die runden Todestage der beiden ersten Friedhofsdirektoren Wilhelm Cordes (100 Jahre) und Otto Linne (80 Jahre) erinnert wird.

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Sonntag, 30. Juli 2017, 10.30 Uh

„Ohlsdorfer Friedensfest“

Anlässlich des mehrtägigen Ohlsdorfer Friedensfestes sind Gräber von Krieg und Gewaltherrschaft das Ziel der Führungen. Wir bieten Touren mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Es werden Grabstätten
ausgewählter Persönlichkeiten, die unter dem Nationalsozialismus gelitten haben, gezeigt, aber auch die großen Grabfelder aufgesucht.

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Sonntag, 10. September 2017, 10.30 Uhr

„Tag des offenen Denkmals“

Ein Spaziergang oder Streifzug per Rad zum bundesweiten Motto „Macht und Pracht“. Wir zeigen Mausoleen und monumentale bürgerliche Grabmale von Politikern und bekannten Unternehmern, aber auch von Persönlichkeiten, die kaum noch jemand kennt. Sie zeugen noch heute vom Luxus und Repräsentationsbedürfnis ihrer Erbauer.

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Sonntag, 8. Oktober 2017, 10.30 Uhr

„Herbstzauber“

Die zahlreichen Bäume wechseln in ihr buntes Herbstkleid und bilden den dekorativen Rahmen für die Lieblingsspaziergänge unserer Friedhofsführerinnen und Friedhofsführer – lassen Sie sich überraschen.

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Die Teilnahme ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad möglich. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht erforderlich.

Der Treffpunkt ist das Verwaltungsgebäude Ohlsdorfer Friedhof (Friedhofsseite), Fuhlsbüttler Straße 756.

Es wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 5 Euro für Erwachsene erbeten.

 

Bildrechte Von Foto: Udo Grimberg, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13266446

Posted by Holger Wende