Monat: März 2018

Weltreisebestattung

Ein Berliner Vermittlungsportal für Bestattungen hat eine neue Art erfunden, wie man den Menschen das Geld aus der Tasche ziehen kann:

Die Weltreisebestattung

Die Idee ist die Totenasche um die Erde reisen zu lassen und an den Orten, die vorher festgelegt worden sind, jeweils Bilder mit der Totenasche zu machen. Dazu gibt es verschiedene Stationen der Weltreise.

Aus DEUTSCHER juristischer Sicht handelt sich um einen Verstoß gegen das Strafrecht:  Störung der Totenruhe, § 168 StGB iVm mit der Beisetzungspflicht, die in vielen Bundesländern in den jeweiligen Bestattungsgesetzen auf eine Woche oder sogar nur Tage festgelegt ist.

§ 168 STGB Störung der Totenruhe

(1) Wer unbefugt aus dem Gewahrsam des Berechtigten den Körper oder Teile des Körpers eines verstorbenen Menschen, eine tote Leibesfrucht, Teile einer solchen oder die Asche eines verstorbenen Menschen wegnimmt oder wer daran beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Aufbahrungsstätte, Beisetzungsstätte oder öffentliche Totengedenkstätte zerstört oder beschädigt oder wer dort beschimpfenden Unfug verübt.

(3) Der Versuch ist strafbar.

Die Anbieter schreiben auf ihrer Webseite:

„Die Weltreise-Bestattung ist ab 3.700 EUR (inkl. MwSt., zzgl. Beisetzungsgebühren) buchbar. Der Preis einer Weltreise-Bestattung berechnet sich aus der Anzahl der Reiseziele und deren Entfernung. Sowohl die Umsetzbarkeit als auch der Preis werden abhängig von den Reisezielen geprüft und anschließend transparent kommuniziert.“

Das tolle an dem Angebot ist, dass nach der Weltreise die Urne in Deutschland selbstverständlich noch beisetzungspflichtig ist, dass heißt nochmals weit mehr als 1000 € kommen an Friedhofsgebühren noch dazu…

Posted by Holger Wende in Gedanken der Stille

neuer Vorstand Friedhofs-Förder-Verein Ohlsdorf

Der Friedhofs-Förder-Verein hat in seiner Mitgliederversammlung am 11.03.2018 einen neuen ersten Vorstandsvorsitzenden gewählt. Es wurde der Architekt und Steinmetz Michael Karbenk gewählt. Der Friedhofs-Förderverein kümmert sich um die Weiterführung der Bestattungs-Kultur, Erhalt von Grabsteinen, bzw. Renovierung und die Trauerkultur auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Der Verein führt im Jahr weit über 150 Führungen durch, die meistens von privaten Reisegruppen gebucht werden. Öffentliche Führungen sind daher aus Kapazitätsgründen begrenzt.

Führungen für den Ohlsdorfer Friedhof buchen

Jederzeit kann man mit seiner eigenen Reisegruppe aber nach einem Friedhofsführer fragen und es wird einer aus dem Team ausgewählt.

Hier die Kontaktdaten dieses ehrenwerten Vereins.

Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V.
Fuhlsbüttler Strasse 756, 22337 Hamburg
Telefon: 040 / 50 05 33 87 | E-Mail: info@fof-ohlsdorf.de

Posted by Holger Wende in Trauerbegleitung
Vortrag des NABU beim FoF

Vortrag des NABU beim FoF

Einen interessanten Vortrag hat der Naturschutzbund , kurz NABU gehalten vor der Mitgliederhauptversammlung des Friedhof-Förder-Vereins Ohlsdorf.  Es wurde ausführlich berichtet von der Biologin über die verschiedenen Fledermausarten, die verschiedenen Libellenarten und die Schmetterlingsarten, die sich alle auf dem Ohlsdorfer Friedhof tummeln.  Auch soll es Füchse geben und viele Katzen, die von Jägern erlegt werden, weil sie sonst zu viele werden. Ich hab noch nie eine Katze auf dem Friedhof gesehen.  Wildkatzen würden das Biotop doch bereichern. Auch soll es ausgewachsene Rehe geben in den Wäldern und Auen des Ohlsdofer Friedhofes.  Was mir auch neu war, dass es einen Schmetterling gibt, der 12 Monate überleben kann, und auch im Winter unterwegs ist.  Die Cordeshalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, dass heißt ca 60 Gäste.  Sehr schön auch die Bilder von den Uhus und den Bussarden.  Leider wurde über die Säugetiere nichts berichtet.  Die Biologin hat sich auf die Tierwelt kapriziert und nicht auf die Pflanzenwelt, die sicherlich, zumindest stellenweise, auch bemerkenswert ist. Bemerkenswert heißt, dass es Pflanzenarten gibt, die schon fast ausgestorben sind.  Die Schildkröten, die sich in den Teichen finden sind ausgesetzte Findlinge, die von ihren Eigentümern illegal in dem Habitat ausgesetzt worden sind.  Im Brahfelder See soll sogar ein 60 cm Exemplar gelebt haben.  Die Schildkröten überwintern, in dem sie sich im Herbst eingraben und so vor dem Frost schützen.

Posted by Holger Wende in Gedanken der Stille