Monat: Februar 2017

Gedenkgottesdienst für früh verstorbene Kinder

Gedenkgottesdienst für früh verstorbene Kinder

Pastorin Berg lädt ein zum zentralen Gedenkgottesdienst für früh verstorbene Kinder am 26.2.2017. Pastorin Berg hat das Friedhofspfarramt übernommen und ihren Dienstsitz im Rockenhof in Volksdorf.

Ort: Fritz-Schumacher-Halle im Bestattungsforum Ohlsdorf, Fuhslbüttler Str

Start: 11 Uhr

Titel: Wir tragen dich in unserem Herzen

Posted by Holger Wende in Bestattung
Hauptverwaltung Ohlsdorfer Friedhof

Hauptverwaltung Ohlsdorfer Friedhof

Die Hauptverwaltung des Ohlsdorfer Friedhofs ist ein imposantes Gebäude, direkt an der Fuhlsbüttler Strasse gelegen. Dort ist die Verwaltung der „Hamburger Friedhöfe Anstalt öffentlichen Rechts“ beheimatet.  Nicht nur der Ohlsdorfer Friedhof wird von hier aus organisiert und strukturiert, sondern auch die anderen Friedhöfe, die den „Hamburger Friedhöfen AöR“ angeschlossen sind. Dazu zählen der Friedhof Öjendorf, Friedhof Volksdorf, usw.

Wenn Sie sich erkundigen möchten nach einem Grab in der Anlage Quo Vadis eV, dann rufen Sie bitte hier an: 040-24840213 oder schreiben uns eine Email: info@quo-vadis-hamburg.de

Die Auskunfts- und Beratungsstelle der Hauptverwaltung des Ohlsdorfer Friedhofes hilft ihnen auch wenn sie ein bestimmtes Grab eines Verwandten oder Prominenten – Helmut Schmidt-  suchen.

Bildrechte Quo Vadis e.V.

Posted by Holger Wende in Bestattung
Friedhofsmuseum Ohlsdorf

Friedhofsmuseum Ohlsdorf

Das Friedhofsmuseum Ohlsdorf ist ein nettes kleines Haus, welches sich für die Friedhofskultur auf dem Ohlsdorfer Friedhof einsetzt. Insbesondere auch durch den dort ansässigen Verein Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V., auch  FoF genannt – link, gewinnt diese Haus eine besondere Bedeutung für die Friedhofskultur. Der Verein ist sehr rührig und hat schon diverse Bücher über den Ohlsdorfer Friedhof herausgegeben. Außerdem setzt er sich nachhaltig und massiv für den Erhalt von Grabmälern ein und unterstützt die Renovierung von besonders erhaltenswerten Grabstätten.

Das Friedhofsmuseum finden Sie direkt neben der Hauptverwaltung des Ohlsdorfer Friedhofes, neben den großen Toren der Ausfahrt.

Bitte beachten sie die eingeschränkten Öffnungszeiten des Museums, dass von Ehrenamtlichen betrieben wird.

Bildrechte: Quo Vadis eV

 

Posted by Holger Wende in Q1
Friedhofsengel

Friedhofsengel

Über die Friedhofengel und deren Renovierungsbedarf

Auf dem Ohlsdorfer Friedhof sind vor ca. 100 Jahren eine besondere Form von Grabfiguren entstanden: die Friedhofsengel.  Diese Friedhofsengel sind nicht, wie man vermuten könnte aus einem Gruß gefertigte Vollbronze-Figuren, sondern es handelt sich um ein spezielles Verfahren, was wir im Folgenden beschreiben:

Die Friedhofsengel sind sogenannte Galvano-Plastiken, die aus einem Gipskörper bestehen und mit einer dünnen Metallschicht überzogen worden sind. Eine Art Galvanisierungsverfahren, was damals von der Firma „WMF“ durchgeführt wurde. Wikipedia schreibt zu der Fertigungsstätte:

Ab 1902 wurden dann überwiegend Grabfiguren hergestellt, insbesondere Engel, aber auch Christusfiguren u. a. Sie sehen attraktiv und kostbar aus, sind jedoch für einen Bruchteil des Preises einer Steinskulptur oder Bronzeplastik zu erwerben.

„Deutsch: WMF-Abteilung für Galvanoplastik in de:Geislingen an der Steige war eine Tochter des Haushaltswarenkonzerns WMF. Sie hatte sich auf galvanoplastischen Grabschmuck spezialisiert. Durch die Verwendung einer nur dünnen Bronzeschicht, die dann mit Gips aufgefüllt wurde, konnten ansprechende Figuren (meist Engel oder trauernde Frauen) zu günstigen Preisen hergestellt und verkauft werden. Der geringe Anteil an Bronze war auch der Grund, dass diese Figuren nicht wie so viele andere Bronze-Figuren als Metallspende des deutschen Volkes zur Verlängerung des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen wurden. Die Modelle zu den Galvanoplastiken wurden von namhaften Künstlern angefertigt. Heinrich Pohlmann soll alleine 30 Modelle (Engel/Trauernde Frauen/ Christus am Kreuz) geliefert haben. Es gab sehr erfolgreiche Modelle, aber natürlich auch einige „Ladenhüter“.“

Quo Vadis hat auf seiner Grabstätte „Die Trauernde“ auch eine Galvano-Skulptur, die in einem guten Zustand ist – hier klicken.

Welche Formen von Friedhofsengeln gibt es?

Wikipedia hat ein paar Künstler zusammengetragen, wobei die Aufzählung nicht abschließend ist:

Verfall der Friedhofsengel

Wie wir auch an dem hier gezeigten Friedhofsengel sehen können, haben die 100 Jahre Zeit im Kleid der Engel Beschädigungen hervorgerufen, die langfristig zum Untergang dieser Figuren führen werden. Leider fehlt dem Ohlsdorfer Friedhof Geld, um alle Friedhofsengel immer gut schützen und erhalten zu können.

Spenden für die Friedhofsengel

Deswegen rufen wir an dieser Stelle dazu auf, dem Verein unter dem Stichwort

„Rettet die Friedhofsengel“ zu spenden !

Hier kommen Sie zu unserer Spendenseite.

Heutzutage würde die Neuproduktion eines solchen Engels ca. 50.000 € verschlingen.

   

Friedhofsengel Ohlsdorfer Friedhof, neben dem Bestattungsmuseum. Bildrechte Quo Vadis

Friedhofengel in Berlin Lichterfelde Autorenrechte Mutter Erde

 

Posted by Holger Wende in Grabstätten
Tod Projektbuch Kinder

Tod Projektbuch Kinder

für den unterricht mit Kindern entwickelt worden ist das

Projektbuch TOD

im Ruhrverlag erschienen. Das Taschenbuch kostet 21.99 € bei Amazon. Hier können Sie es bestellen, link. Es findet sich viel Unterrichtsmaterial für die weiterführenden Schulen der Klassen 8-13.

 Schule und Tod

Wir als Verein für Trauerkultur finden es sehr wichtig, dass man sich auch schon in der Schule mit dem Thema Verlust und Tod beschäftigt, denn dann wäre folgender Gedankenzug nicht mehr mit so viel Schmerz versehen:

Durch die Ausgrenzung der Trauer und des Todes durch die Gesellschaft für dieser exeptionell, außergewöhnlich und noch unliebsamer, als ohne diese absolute Fokussierung auf das Leben. In den vorvergangenen Jahrhunderten war der Tod ein normaler Teil des Lebens und der Gesellschaft.  Auch sind die deutlichst höheren Lebenserwartungen eine der Teilbegründungen für einen fehlenden Erfahrungshorizont mit Bestattungen und Beerdigungen.  Wir sollten uns nicht vor dem Tod fürchten, sondern ihn als Normalität im Lebenskreislauf ansehen. Egal wie gut die Medizin in den nächsten 20 Jahren noch werden wird, der Tod ist ein unhintergehbares Moment des Seins, eine Konstante im Leben, eine conditio humana. Im Mittelalter wurde die ars moriendi, die Kunst des Sterbens für die Bevölkerung als ein Teil von Kultur gelernt und gelebt. Wenn man eine damalige Lebenserwartung von unter 40 Jahren hatte, war der Tod selbstverständlich auch allgegenwärtiger, auch im Hinblick auf die machtlose Medizin dieser Zeit. Der berühmte Psychologe Sigmund Freud schreibt: „Wenn du das Leben aushalten willst, richte dich auf den Tod ein.“

Wir sollten den Tod nicht völlig aus dem Blickwinkel verlieren, auch im schulischen Kontext! Daher eine klare Lese- und Anwendungs-Empfehlung für das o.g. Buch.

Der Verlag an der Ruhr hat schon 1998 ein im Titel gleichlautendes Buch herausgebracht, dass sehr gedanklich bunt die verschiedenen Themenfelder des Todes bereist im Lichte der Einkreisung des Themas für Kinder. In dem sehr bekannten Kindertrauerkoffer aus Kassel, link, findet sich selbstredend auch dieser Gedankenteppich.

Posted by Holger Wende in Trauerliteratur
Totenruhe

Totenruhe

Die Totenruhe ist im Deutschen Strafgesetzbuch unter einen besonderen Schutz gestellt. In § 168 StGB wird unter Strafe gestellt:

§ 168 Störung der Totenruhe

(1) Wer unbefugt aus dem Gewahrsam des Berechtigten den Körper oder Teile des Körpers eines verstorbenen Menschen, eine tote Leibesfrucht, Teile einer solchen oder die Asche eines verstorbenen Menschen wegnimmt oder wer daran beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Aufbahrungsstätte, Beisetzungsstätte oder öffentliche Totengedenkstätte zerstört oder beschädigt oder wer dort beschimpfenden Unfug verübt.

(3) Der Versuch ist strafbar.

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Der Sinn und Zweck der Norm ist, dass der Leichnam mit einer besonderen Würde geschützt sein muss, weil es sich um einen Menschen gehandelt hat. Außerdem ist es ein Schutz für den Prozess des Übergangs eines Körpers in die Grundbestandteile der Natur. Außerdem werden die Grabstätten geschützt. So ist das Beschmieren und Umwerfen von Grabsteinen nicht nur eine Sachbeschädigung sondern auch in Tateinheit die Störung der Totenruhe. Die Totenruhe ist natürlich völlig unabhängig von der Beisetzungsart. Also gilt der Paragaraph sowohl für Erdbestattungen, als auch für Feuerbestattungen.

Da wir in Deutschland die Friedhofspflicht in allen Bundesländern verankert haben, bezieht sich dieser Paragraph auch auch die Urnen, die alle beigesetzt sein müssen.  Wenn diese Friedhofspflicht der Urnen aufgehoben würde, müsste sich bezüglich des Umgangs mit den Urnen und deren Inhalt eine große Liberaliserungswelle breit machen und  § 168 StGB wäre nur noch sehr restriktiv, eingeschränkt anwendbar.

Bildrechte für beide Bilder pixabay CC karigamb08

Posted by Holger Wende in Gedanken der Stille
Warum Grabsteine wichtig sind

Warum Grabsteine wichtig sind

Grabsteine sind die Wegweisung und Kennzeichnung für einen verstorbenen Menschen.

Sie sind Anlaufpunkt für die Trauernden und bergen einen spezifischen, einzigartigen Ort des Verlustes.

Grabsteine sind Zeitzeugen der Geschichte.

Einige Grabsteine sind schützenswerte Kunstwerke.

Grabsteine gibt es schon seit der Antike. Wer in Rom war oder dort hin möchte, sollte dringend auch die Via Appia besuchen, denn an dieser Straße an der Stadtgrenze von Rom sind eine Reihe von Totengedenkmalen geschaffen worden, und es gibt auch verschiedene unterirdische Totenkammern.  Die wichtigsten Katakomben sind  Katakombe San Sebastian, Katakombe der Domitilla und die Calixtus-Katakombe. Der Grund warum die Bestattungen „draußen vor der Stadt“ durchgeführt worden sind, liegt in der Verbannung der Friedhöfe aus der verdichteten und hochbesiedelten Millionenstadt Rom, nicht zuletzt auch aus seuchen-hygienischen Gründen. Die reichen Familien haben sich gerne auch oberirdisch schöne Grabmäler geschaffen aus Repräsentationszwecken der Macht.

 Bildrechte Wiki

Kleuske at Dutch Wikipedia

Wie man bei Dr. Thieme nachlesen kann, Bestattung zwischen Wunsch und Wirklichkeit -link, hat sich die Kultur der Individualisierung des Totengedenkens erst im 19 Jahrhundert etabliert und im 20. Jahrhundert durchgesetzt. Dr Thieme schreibt auf  Seite 27 “ Noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden auf großstädtischen Friedhöfen 80 % der Verstorbenen in einheitlichen Reihengräbern ohne namentliche Kennzeichnung bestattet. Bis zu neun Särge stapelte man übereinander.

Wandel der Bestattungskultur

Im 21 Jahrhundert kommt es durch die „anonymen Bestattungen“ zu einer Rückwärtswendung, einer Entnamung und Entwürdigung des Totengedenkens. Man fühlt sich leicht an Hegels Kulturtheorie erinnert, die nach der Ausgewogenheitsphase die degenerierte Kultur am Horizont erscheinen lässt. Der Verein Quo Vadis möchte ein gewichtiges Zeichen setzten für die bewußte Erinnerungskultur mit der Würdigung von individuellen Namen, genauer Würdigung  der Persönlichkeit der Verstorbenen. Daher bieten wir auf dem Ohlsdorfer Friedhof Alternativen zu den anonymen Bestattungsfeldern an, die kostenmäßig nicht größer sind und die Grabpflege auf 25 Jahre beinhaltet. Selbstverständlich werden die Namen der Verstorbenen auf den Grabanlagen von Quo Vadis auf Steinstelen verewigt.

Auch Aufgabe des Vereins ist es, dass wir schützenswerte Grabsteine erhalten und in besonderen Schutzorten für zukünftige Generationen bewahren. Aufgrund des Friedhofskonzeptes 2050 können wir nicht davon ausgehen, dass die Grabsteine an den Orten ihrer ursprünglichen Anstammung bleiben können, denn der Friedhof möchte Fläche erzeugen,die nicht mehr von seiner Vergangenheit zeugen.  So werden, im Gegensatz zu früher, jetzt stringent die Grabsteine abgeräumt, deren Laufzeit abgelaufen ist, damit die o.g. Freiflächen entstehen können.

Interessante Grabinschriften können Sie in diesen Büchern finden, link.

Bildrechte pixabay CC MichaelGaida

 

 

Posted by Holger Wende in Anonym
Grabsteine ungewöhnlich

Grabsteine ungewöhnlich

„Game Over“  heißt das neue Buch über ungewöhnliche Grabsteine.

Die Soziologen Benkel und Meitzel sammelten interessante Inschriften von Grabsteinen.

Das 240seitige Taschenbuch kostet 8,99 € und kann über den Buchhandel bezogen werden.

»Game over« auf dem Friedhof – Teil 2 der »Ungewöhnlichen Grabsteine«

Wir zitieren von der Verlagsseite Kiepenheuer und Witsch:

„Die Reise zu den ungewöhnlichsten Grabsteinen geht weiter! Nach »Gestatten Sie, dass ich liegen bleibe« legen Thorsten Benkel und Matthias Meitzler nun Band 2 ihrer Sammlung amüsanter, erschreckender, mysteriöser, rührender oder schlichtweg verblüffender Gräber vor – ausgewählt auf über 900 Friedhöfen, die die Autoren besucht haben. Staunen Sie darüber, wie man einen gekonnten Abgang hinlegt (Ich bin dann mal weg) und wo die Grenzen der Zuneigung verlaufen (Kein Geld, keine Liebe). Es wird deutlich, dass man manchen Familienmitgliedern einfach nicht entkommen kann (Schatz, anbei dein Schwiegervater), wie ungewöhnlich Liebkosungen sein können (Hier liegt meine Dicke) und dass der Tod offenbar nicht immer zu früh zuschlägt (Endlich!). Außerdem ist auch diesmal alles im Angebot, was man auf dem Totenacker heutzutage erwarten kann: Bratpfanne, Schwebebahn, DJ-Pult, Affen, Ratten, Krümelmonster, Cannabis-Pflanzen und Handschellen. Von wegen »Ort der Stille«!“

___________

Das erste Buch über Grabsteine, dass die beiden Autoren geschrieben haben heißt:

„Gestatten, dass ich liegen bleibe“

Wir zitieren gerne von der Verlagsseite Kiepenheuer + Witsch:

Der Friedhof – hier tobt das Leben

Thorsten Benkel und Matthias Meitzler haben über 500 Friedhöfe im deutschsprachigen Raum besucht – und die beiden Soziologen staunen noch immer über ergreifende, humorvolle, überraschende und rätselhafte Gräber und Inschriften. Die eindrucksvollsten von nahezu 30.000 Fotos präsentieren sie in diesem Buch. Sie zeigen, wie Menschen mit dem Verlust umgehen (»Lach doch mal«), wie Beziehungsverhältnisse reflektiert werden (»Mit dir zu leben war nicht leicht, doch ohne dich ist’s noch viel schwerer«), was den Verstorbenen wichtig war (»Nicht das Licht auslöschen«), wie ihre Hobbys ihr Lebensende prägten (»Dein letztes Match hast du verloren«), welche Charakterzüge sie hatten (»Es Lebbe geht weiter«) und welche Verdienste ihnen zugeschrieben werden (»Er war guter Eltern Sohn«). Und wer würde mit Skiern, Raumschiffen, Skateboards, Handys, Panzern, Aschenbechern, Computermäusen und Comicfiguren als Grabsteinmotive rechnen?

Benkel und Meitzler zeigen: Der »Totenacker« ist von der Individualisierung eingeholt worden. Manche Lebensbilanz fällt ernüchternd aus (»Alles Scheiße«), manche ist ironisch (»Nur tiefergelegt«), mancher Nachruf bringt den Betrachter ins Grübeln (»Der Tag ist gerettet«), und auch die Gewissheit, dass es kein Wiedersehen gibt (»Das war alles«), ist kein seltenes Bekenntnis mehr. Was aber will die Grabinschrift »Lasst uns die nächste Revolution in einem August beginnen« besagen?

Der Spiegel über die Feldforschung der Autoren: „Der Friedhof von heute hat etwas von Facebook; der Grabstein als letztes Profil, für Jahrzehnte in Stein gemeißelt.“

Posted by Holger Wende in Gedanken der Stille

Friedhofssoziologie

eine spannende Internetseite Friedhofssozioloige wird von Forschern aus Passau betrieben, hier klicken

Posted by Holger Wende in Bestattung
Meine Trauer wird dich finden

Meine Trauer wird dich finden

Der Autor Roland Kachler hat ein herzvolles Buch geschrieben mit dem Titel „Meine Trauer wird dich finden“  Man kann es als Taschenbuch erwerben für 14,99 € Hier der Amazon link.

Kachler schreibt:  „Der Tod beendet das Leben aber nicht die Liebe“, ( Seite 10) Der Kölner Bestatter Fritz Roth schreibt: “ Trauern ist Liebe“.

Aus der Trauerbegleitung zitiere ich gerne folgende Gedankenwippe:

„Wer intensiv trauert, der hat eine starke Liebe im Leben geschenkt bekommen. Überlegen Sie mal wie es wäre, wenn sie gar keine Trauergefühle hätte und was das für die Intensität der vergangenen Liebe bedeutet hätte… Wir müssen für alles im Leben einen Preis zahlen und der alte Weisheitsspruch -Jede Medaille hat zwei Seiten- gilt auch hier.“

Das besonders lobenswerte an Kachlers Buch „Meine Trauer wird dich finden“ ist, dass hinter so manchem Kapitel konkrete Übungen für den trauernden Leser angeschlossen sind: „In dieser Übung möchte ich sie gerne einladen, in einer klaren Nacht unter den Sternenhimmel zu treten. Nehmen Sie Ihre Trauer und Sehnsucht mit…Lassen Sie die unendliche Tiefe und Weite des Weltalls auf sich wirken. Dann entdecken Sie allmählich viele Lichtpunkt….(S.115)

Antoine de Saint Exupèry schreibt im „Kleinen Prinzen“:

Wenn du bei Nacht

den Himmel anschaust,

wird es dir sein,

als lachten alle Sterne,

weil ich auf einem von ihnen wohne,

weil ich auf einem von ihnen lache.

Kachler benutzt, bzw. führt ein die Sterne als schimmernde und schöne Erinnerungsorte, die gedankliche Ankerpunkte für die Schönheit der Erlebnisse der Vergangenheit bleiben und sie in den Sternen repräsentieren.  Das Ziel von guter Trauerbegleitung ist keinesfalls das Vergessen.

Posted by Holger Wende in Trauerliteratur