Monat: Januar 2017

aktuelle Bilder von Quo Vadis

Die Anlage von Quo Vadis ist das ganze Jahr über zugänglich – wenige Minuten vom Bestattungsforum Ohlsdorf entfernt.

Nachfolgend sehen Sie Bilder der Anlage Quo Vadis auf dem Ohlsdorfer Friedhof, die im Winter 2017 erstellt worden sind.

Quo vadis 22.01 (3) Quo vadis 4

Quo vadis 1 2017

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Trauerliteratur

Trauerliteratur

Die Veröffentlichungen von Büchern rund um das Thema Trauer werden immer zahlreicher. Allerdings sind die wenigsten gut geschrieben, bzw. viele akademische Bücher helfen im Trauerprozess gar nicht. Wenn ein online-Bestatter aus Dortmund nur Bücher aus diesem Feld auflistet, zeigt das, wie wenig das Bestattungshaus praktische Trauerbegleitererfahrung hat – ich vermute gar keine.

Wie kann man Trauer am besten begegnen, bzw. ihr etwas entgegensetzen?

Nach 6 Jahren Trauerbegleitung als Organisator von Trauercafes, bzw. Leiter von Trauergruppen empfehle ich hauptsächlich das Gespräch mit Freunden und in Trauergruppen und nicht das Lesen von Büchern. Was macht Trauer aus?  Trauer ist ein schmerzendes inneres Gefühl, ein Verlust von Wärme und Geborgenheit. Die beiden Momente des Lebens finden sich aber in menschlichen Begegnungen und nicht zwischen Buchseiten. In der Ausbildung zum Trauerbegleiter beim Institut für Trauerarbeit haben wir viele verschiedene Texte, aus den unterschiedlichsten Quellen überreicht bekommen. Das Goldstandard-Buch dazu gibt es aber nicht. Da Trauerarbeit Prozessarbeit ist, geht es um die Bewegung des eigenen Herzens und nicht um Wissensbereicherung, die Trauergefühle eindämmen können. Es geht auch nicht darum, Gefühle abzuschwächen, oder nicht zuzulassen, sondern um eine neue Einordnung von Lebensereignissen:

Das große Ziel von Trauerarbeit ist „eine neue Haltung zum Tod“ zu erarbeiten.

Aus meiner Erfahrung als Trauerbegleiter kann ich die Bild-Bücher von Verena Kast empfehlen. Die Autorin ist Professorin für Psychologie und eine der wichtigsten Therapeuten auf dem Gebiet. link zu Amazon

Trauerliteratur Verena Kast

Auch interessant ist das Buch von Pater Anselm Grün mit dem Titel „Was kommt nach dem Tod“, link zu Amazon

Trauerliteratur

Einer der Wegbegründer der Trauerarbeit ist Herr Canacakis. Das Buch  „Ich begleite dich durch deine Trauer“kostet nur 6.95 € Hier der Link zu Amazon.

Trauerliteratur 3

H Wende, Trauerbegleiter, Mitglied Quo Vadis eV.

Bildrechte pixabay CC ulleo

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Trauerarbeit

Trauerarbeit

Orte für die eigene Trauerarbeit

  1. die richtige Grabwahl in Hamburg

Wer einen Ort sucht für sein Gedenken und einen Ruheort für einen Verstorbenen sollte die Wahl gut überdenken. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass Trauorte sehr wichtig sind für die Trauerprozesse. Deswegen empfehlen wir immer konkrete Trauerorte. Der Verein Quo Vadis bietet und vermittelt solche Grabanlagen. Dass diese sehr aktiv genutzt werden, können wir an den brennenden roten Kerzen sehen, auch bei den Anlagen, die schon viele Jahre für Neubelegungen geschlossen sind. Selbstverständlich können Sie dort ihren Gefühlen Ausdruck verleihen und mit den Verstorbenen reden, weinen, in Dialog mit dem Toten gehen. Das hat keinerlei befremdliche Untertöne. Der Friedhof ist ein Ort der Trauernden und kein Spielplatz für Jogger, Skateboardfahrer und Vogelfreunden.

Die Trauerarbeit findet also am konkreten Grab statt. Wir wissen von Trauernden, die jeden Tag zum Grab kommen und dort in der Zwiesprache mit den Toten Trost finden.

2. Trauerbewältigung in Trauergruppen und Trauercafes in Hamburg

Um weitere Hilfestellung bei Trauerprozessen zu geben, kann man sich an Trauercafes wenden, oder an angeleitete Trauergruppen. Anbieter von Trauergruppen sind:

  1. Institut für Trauerarbeit e.V., ITA, Hamburg, link.
  2. Verwaiste Eltern Hamburg e.V., wenn es um Kinder geht, link.
  3. Charon, eine staatlich finanzierte Trauergebleiter-Einrichtung, link.
  4. gute Bestattungshäuser in Hamburg, die Trauerbegleitung kostenlos anbieten, oder gegen einen Kostenbeitrag. Zu nennen wären Otto Musfeldt GmbH, link; GBI Hamburg, link. (Sicherlich bieten auch weitere Bestattungshäuser in Hamburg Trauerbegleitung an – bitte erkundigen Sie sich selbst nach deren Angeboten. Durchaus nicht selbstverständlich sind qualifizierte Trauerbegleitungsangebote von Bestattungshäusern. Viele haben dazu keine personellen Ressourcen. Andere bieten Trauerbegleitung gegen Extrakosten an.)
  5. katholisches Trauerzentrum St Thomas Morus, Hamburg, link.

Trauercafes:

  1. in Hamburg Harbung werden gute Trauercafes ausgerichtet von dem dortigen Hospizverein Hamburger Süden eV, link.
  2. im Osten von Hamburg, in Reinbek hat sich ein sehr gut angenommenes Trauercafe entwickelt, hier klicken, im Jürgen-Rickertsen-Haus. Getragen wird das Trauercafe von Ambulanten Hospizdienst Reinbek e.V., des Ambulanten Hospizdienst Bergedorf
  3. in Hamburg Niendorf wird von der Gemeinde ein Trauercafe auf dem neuen Friedhof in Niendorf angeboten
  4. der Hospizdienst „Alten Eichen“ bietet ein Trauercafe Sonntags an in Hamburg Stellingen.

Worin unterscheiden sich Trauergruppen und Trauercafes?

Der Unterschied zwischen Trauergruppen und Trauercafes besteht darin, dass in Trauergruppen, unter fachlicher Anleitung, über konkrete Themen des Abschieds, der Leere und des Verlusts gesprochen wird. Es wird in kleinen Gruppen geschaut und nachgedacht mit einem konkreten Ziel:, „dass die Menschen einen akzeptierenden Umgang mit dem Tod des Nächsten finden“ so der Trauerbegleiter H Wende.

Bei Trauercafes ist der Begegungscharakter stärker. Es treffen sich Gleichbetroffene zum geselligen Beisammensein. Die konkreten Impulse zur Trauerarbeit sind eher von untergeordneter Bedeutung.

Bildrechte pixabay CC bernswaelz

 

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Literaturtipp Trauer

Literaturtipp Trauer

Im Verlag Spektrum der Wissenschaft ist ein schönes elektronisches Heft zur Trauerkultur veröffentlicht worden mit folgenden Themen:

Tod und Trauer

Bei Spektrum der Wissenschaft kann man für 4,99 €  ein sehr spannendes Heft herunterladen mit den Themen Tod und Trauer.  Es wird über Nahtoderfahrungen berichtet, über Rituale und über den Umgang von Kindern mit dem Tod. 50 Seiten Informationen zum Thema Übergang für 5  Euro ist ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis. Wir haben das Heft ohne Probleme runterladen können, indem man es per paypal bezahlt.

In kürze werde ich berichten, welche neuen Erkenntnisse es über die Traurkultur und Trauerforschung in der Forschung herausgefunden worden sind.

Hier könnt ihr das Heft kaufen und herunterladen, link.

Würde bis zum Ende

Kein todkranker Mensch sollte bis zum Lebensende leiden müssen. Die Palliativmedizin leistet hier hervorragende Arbeit, aber leider fehlen ihr noch Kapazitäten.

Fünf Fragen zum Sterben

Was ist der Tod, und wann ist er da? Was erklärt Nahtoderfahrungen? Und warum ist der Friedhof nicht mehr das, was er einmal war? Ein wissenschaftlicher Blick auf das Sterben.

Auf der Schwelle zum Tod

Dunkle Tunnel, außerkörperliche Erfahrungen, gleißendes Licht – Nahtoderfahrungen faszinieren Laien wie Experten. Im Forschungsbetrieb bleiben sie umstritten.

Wege aus dem Dunkel

Psychologen erkunden, was normale Trauer von pathologischen Formen unterscheidet – und wie man Betroffenen am besten hilft, den Verlust zu verarbeiten.

Im Himmel haben alle Flügel

Kleine Kinder glauben, sie würden nie sterben. Erst allmählich entwickeln sie eine realistische Vorstellung vom Lebensende

„Oma, wann stirbst du denn?“

Kinder gehen anders mit dem Verlust einer engen Bezugsperson um als Erwachsene. Bei der Bewältigung der Trauer brauchen sie oft Hilfe, aber normalerweise keine Therapie.

Trauma Fehlgeburt

Der Verlust eines Ungeborenen stürzt viele Paare in eine tiefe Krise. Um Betroffenen zu helfen, entwickelten Forscher eine Internettherapie.

Nicht jeder Trauernde weint

Weinen um einen geliebten Menschen gehört in vielen Kulturen zur Trauerarbeit hinzu. Manche lächeln aber auch.

Quälende Sehnsucht

Der Tod eines geliebten Menschen wiegt für manchen sehr schwer: Hinterbliebene, die ihren Verlust auch nach Jahren noch nicht verwunden haben, leiden an „komplizierter Trauer“.
Bildrechte Spektrum der Wissenschaft
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Pressebericht über anonyme Bestattungen

Pressebericht über anonyme Bestattungen

In der FAZ, Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wurde schon 2009 über den „Trend“ hin zur anonymen Bestattung geschrieben. Hier können Sie den Originalartikel lesen, bitte hier klicken.

Zum Glück gilt in Hamburg nicht die Zahl von 50 % aller Bestattungen, die anonym durchgeführt werden. Für Berlin ist die Zahl schon vorstellbar, für München gar nicht. In Hamburg sind seit zehn Jahren konstant mit zirka 30 % anonymen Bestattungen zu rechnen.

Bildrechte pixabay CC kaboompics

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Pressererklärung Quo Vadis

Pressererklärung Quo Vadis

Trauer- und Bestattungsbräuche, durch kulturelle und familiäre Traditionen geprägt, haben den Betroffenen über lange Zeiträume hinweg Orientierungshilfe bieten können. Sie verschwinden jedoch immer mehr aus unserem kulturellen Gedächtnis.

Der in Hamburg gegründete Verein Quo vadis e.V. hat zum Ziel:

Das Grab als Stätte der Erinnerung und des persönlichen Gedenkens zu erhalten und zu pflegen – dem Vergessen entgegen zu wirken.

Durch:
– Förderung der Grabmal- und Trauerkultur
– Pflege und Erhalt wertvoller Grabmäler
– Förderung innovativer Grabmalkunst

Als erstes Projekt hat der Verein auf dem Ohlsdorfer Friedhof die Grabmalpatenschaftsgrabstätte Familie Bögel im Bereich der Grablage U4, 501 übernommen und damit eine alternative Beisetzungsmöglichkeit zur anonymen Bestattung geschaffen. Die Rasenfläche vor dem naturbelassenen Grabmal zur Beisetzung von Urnen befindet sich auf dem Ohlsdorfer Friedhof; neben dem historischen Mahnmal für die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Das Grabmal der Familie Bögel ist in die Gemeinschaftsgrabanlage integriert und bleibt erhalten. Hinterbliebene haben die Möglichkeit, an der Urnenbeisetzung teilzunehmen. Auf einer gemeinsamen Gedenktafel können die Namen, das Geburts- und Sterbejahr des Verstorbenen eingesetzt werden. Die Pflege und der Erhalt der Grabanlage werden von Quo vadis e.V. übernommen. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die Ruhezeit beträgt 25 Jahre (sie kann danach nicht verlängert werden).

Innerhalb kürzester Zeit hat der Verein sehr viele Anfragen zu einer Beisetzung auf der Gemeinschaftsgrabstätte erhalten. Jede Woche finden mindestens zwei Urnenbeisetzungen auf der Grabstätte statt, so dass die Kapazität bald erreicht werden wird. Aus diesem Grund plant der Verein Quo vadis die Übernahme weiterer Grabmalpatenschaften im nächsten Jahr, um den vielen Anfragen gerecht zu werden.
Vorstand des Vereins: Wolfgang Krueger (1. Vorsitzender), Joachim Balck (2. Vorsitzender) sowie fünf weitere Personen aus dem Umfeld Gewerkschaft, Friedhofswesen und weitere unabhängige interessierte Personen. Die Gründungsversammlung fand am 6. April 2001 statt. Der Verein Quo vadis wird mit einem Stand anlässlich des 125jährigen Geburtstages auf dem Friedhof Ohlsdorf vertreten sein.

Kontaktadresse: Quo vadis – Verein für Grabmal- und Trauerkultur e.V.
Fuhlsbüttler Strasse 735, 22337 Hamburg

Hamburg, 2002

Bildrechte Pixabay CC WolfBlur

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